Antiquitäten Auktion – besser online oder im Auktionshaus mitsteigern?

Zurzeit boomt der Sammlermarkt für Antiquitäten, seien es schöne Degen aus dem 16. Jahrhundert, Barockmöbel, alte Ölgemälde oder Uhren, antikes Spielzeug oder Asiatika. All diese herrlichen Stücke haben eines gemeinsam: Einen oft stolzen Preis, die Verfälschung und die Fälschung.

Antiquitäten im Internet

Kunsthandel und Auktionshäuser nutzen heutzutage das moderne Medium Internet. Ihre Auktionskataloge sind online einzusehen, und die Stücke online zu ersteigern. Sogar reine Onlineauktionen werden aktuell von namhaften Auktionshäusern durchgeführt. Der Onlineservice wird oft durch Lupenfunktion im Onlinekatalog und den Versand zusätzlicher Fotos per Email an den Interessenten ergänzt. Noch nie war es so einfach und bequem einen ersten optischen Eindruck über die Lose einer Auktion zu erhalten.

Seriosität vorausgesetzt, sollte doch der Liebhaber beachten, dass jeder Anbieter seine Ware im besten Licht erscheinen präsentiert und Fotos nun einmal nicht alles zeigen. Dazu enthält nicht jede Katalogbeschreibung alle Mängel. Hier ist vor allem der noch unerfahrene Sammler und Liebhaber sich selbst überlassen. Kurzum: Auf die persönliche Begutachtung darf nicht verzichtet werden. Schließlich sind auch positive Überraschungen möglich, denn so manches Stück gibt seinen Charme und seine Vorzüge, als auch den authentischen Charakter nicht auf dem Foto preis.

Vor-und Nachteile der Online-Auktion

Das Ersteigern selbst bietet nach wie vor im Saal noch die besten Möglichkeiten. Die Abgabe möglicher Untergebote, ein Umdisponieren oder die Einschätzung der Mitbieter ist vor Ort am einfachsten. Auch die Spannung und die Saalatmosphäre sind online nicht zu erleben. Und wie schön ist es, das ersteigerte Stück gleich mit nach Hause nehmen zu können! Online zu bieten birgt sogar die Gefahr, einen Zuschlag aufgrund versagender Technik nicht zu erhalten. Der Vorteil der Life-Auktion online ist jedoch, dass sie von vielen Orten der Welt wahrgenommen werden kann. Denn nicht immer kann man jederzeit dort sein, wo man möchte.

Antiquitäten Auktionshaus – bekannte Auktionshäuser für Antiquitäten Auktionen

Selbst Kunstmuffel wissen, dass sich hinter Namen wie Sotheby’s, Christies und Fischer in Luzern Auktionshäuser für Kunst verbergen. Gehandelt wird von diesen Giganten der Szene nahezu alles. Von Gemälden, über Oldtimer bis zur Historischen Waffe. Natürlich gibt es auch viele spezialisierte Häuser, beispielsweise für Asiatika oder Porzellan.

Die Suche nach dem richtigen Auktionshaus

Um das richtige Auktionshaus zu finden, sollte der Interessent erst einmal Klarheit über sein Sammelgebiet haben. Falls dies nicht der Fall ist, kann der Besuch von Kunst- und Antiquitätenmessen bei der Orientierung helfen und viele Freude bringen. Auktionshäuser und Händler sind auf jeder Messe und Börse vertreten. Hier kann der erste Kontakt geknüpft und ein erster Eindruck vermittelt werden, vor allem ein persönlicher. Auch über Internetportale lassen sich anstehende Auktionen und Häuser ermitteln. Eine Mitgliedschaft in entsprechenden Verbänden oder Gesellschaften tut das Übrige.

Wenig kaufen, viel umsehen

In der Regel findet der Liebhaber in spezialisierten Häusern stets ein Kleinod, das ihm zusagt. Doch auch die Preiskategorie, in welcher er bieten möchte spielt eine Rolle für die Wahl der Adresse. Denn in renommierten und internationalen Häusern trifft eine Vielzahl internationaler, meist gut betuchter Bieter zusammen. Anbieter solchen Formats finden sich nicht allzu häufig, so dass der Kaufwillige nicht selten weite Anfahrtswege in Kauf nehmen muss. Ein breites Spektrum von sammelwürdigen Antiquitäten wird jedoch durch die aktuelle Lust an diesen herrlichen Stücken oft schon von kleinen Auktionshäusern in der Region bedient. Ein wenig Geduld bei der Suche lohnt also sicher. In jedem Fall aber ist gut beraten, wer erst einmal wenig kauft und sich viel umsieht.

Das sind Kennzeichen für die Antiquitäten des Jugendstil

Antiquitäten aus der Epoche des Jugendstil sind sehr dekorativ und edel verarbeitet. Im ausgehenden 19. Jahrhundert war man bestrebt, etwas Neues, Unverkennbares zu schaffen. Die Designer des Jugendstil bedienten sich floralen und geometrischen Ornamenten, welche sie schwungvoll umsetzten. Die Darstellungen des Jugendstil sind häufig Inspirationen aus der Natur, wie Blumen, Schwäne, Flammen, Libellen oder Wasserpflanzen. Weiterhin orientierte man sich an der weiblichen Figur. Pate standen hierbei die amerikanische Tänzerin Isadora Duncan oder die Schauspielerin Sarah Bernhardt. Die Frauenfiguren werden mit wallenden Kleidern und wehenden Haaren sehr betont und erotisch dargestellt.

Antiquitäten des Jugendstils

Die Antiquitäten des Jugendstil sind aufwendig verziert und besitzen schwungvolle Konturen. Dabei legten die Macher großen Wert auf die Materialien und die Oberflächenbearbeitung. Möbel wurden aus Teakholz oder Amarant gefertigt, Hölzern welche eine auffallende Maserung besitzen. Die Furniere bestehen aus Banane, Johannisbrotbaum oder Kokospalme. Kunstvolle Intarsien stellen Landschaften, Blumen oder Tiere dar. Häufig finden im Jugendstil leicht verformbare Materialien, wie Lehm, Glas oder Metall Verwendung, um die kurvenreiche Ornamentik optimal herausarbeiten zu können.

Künstler des Jugendstil

Die Künstler des Jugendstil erwiesen sich als sehr experimentierfreudig und waren bestrebt, wahre Meisterwerke kreieren. Man benutzte neue Glassorten, schuf prächtige Lüster, aufwendigen Perlenschmuck oder entdeckte den Werkstoff Zinn. So produzierte die WMF beliebtes Gebrauchszinn, welches die fließenden Bewegungen des Jugendstil optimal mit der Funktionalität der Objekte in Einklang bringen konnte. Arbeiten aus der Epoche des Jugendstil wird man auch daran erkennen, dass sie stets begehrt sind und recht teuer gehandelt werden.